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Arto Paasilinna : Der Sommer der lachenden Kühe

Buchbesprechung von Frank Rehag, Dezember 2001

dt. Erstausgabe: 2001 - Ehrenwirth innerhalb der Bastei Lübbe GmbH, Bergisch Gladbach
finn. Originalausgabe: 1991 - WSOY, Helsinki
Titel der finnischsprachigen Originalausgabe: "Elämä lyhyt, Rytkönen pitkä"
aus dem Finnischen von Regine Pirschel
Taxifahrer Seppo Sorjonen nimmt den pensionierten Landvermessungsrat Taavetti Rytkönen als Fahrgast mit. Der an Demenz leidende Rytkönen weiss nicht mehr, wo er wohnt und so fahren die beiden nordwärts von Helsinki Richtung Seinajöki. Es bleibt nicht aus, dass der junge Sorjonen den alten Schwerenöter aus manch grotesker Situation befreien muss. Mal muss er ihn morgens aus einem ausrangierten Panzer befreien, in dem Rytkönen mit einem Wildschwein und einem Sack Zwiebeln eine feucht-fröhliche Nacht verbracht hat, mal erwischt er ihn beim Nacktbaden im Teich vor dem Hotel. Schliesslich landen die beiden bei einem alten Freund und Kriegskameraden Rytkönens, Heikki Mäkitalo, auf dessen Bauernhof. Heikki Mäkitalo und seine Frau Anna haben aus Verbitterung über die finnische Agrarpolitik beschlossen, ihren Hof und das ihnen gehörende Land dem Erdboden gleichzumachen und auch schon einen "Schlachtplan" entwickelt. Rytkönen wird in die Pläne eingeweiht. Während Sorjonen für eine Woche nach Helsinki zurückfährt, um einige Sachen zu erledigen, setzen Taavetti Rytkönen sowie Heikki und Anna Mäkitalo den Plan in die Tat um. Dabei sind die alten Kriegsveteranen voll in ihrem Element. Nach getaner Arbeit und Sorjonens Rückkehr möchte das Ehepaar bei Annas Schwester in Kälviä wohnen. Doch Heikki bricht sich das Bein und muss im Dorf in der Krankenstation bleiben. Anna fährt derweil zu ihrer Schwester und Sorjonen fährt mit Rytkönen weiter zum Kotkanneva-Moor. Dort treiben sich Heikki Mäkitalos freigelassene und nun frei herumlaufenden Bullen rum, die noch erledigt werden müssen...
Eine solch abgedrehte Geschichte kann eigentlich nur aus der Feder von Arto Paasilinna stammen, auch dieser Roman ist wieder äußerst humorvoll und skurill. Allerdings kommen auch kritische Töne an der damaligen finnischen Regierung (Arto Paasilinna schrieb diesen Roman 1991) nicht zu kurz und die Macken seiner finnischen Landsleute nimmt er gewohnt humorvoll aufs Korn. Alles in allem ein sehr kurzweiliger Roman und für Paasilinna-Fans ein Muss.
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