Literatur Leena Lehtolainen - Wer sich nicht fügen will (Maria Kallio-Reihe, Bd. 9) (Buchrezension von Ulrich Kirsch, Oktober 2007) In ihrem neuen Roman Wer sich nicht fügen will konfrontiert Leena Lehtolainen die von ihr erdachte Maria Kallio, Kriminalkommissarin und Leiterin des Dezernats für Gewaltverbrechen der Polizei Espoo, mit dem Mord an einer Luxusprostituierten in einem Fernsehstudio. War es die russische Mafia, die unabhängige Konkurrenz ausschalten wollte? War es der Leibwächter des Opfers, aus verschmähter Liebe? Die Liste der Verdächtigen ist lang. - Die Autorin beschreibt die Arbeit der Polizei im Dezernat, die Suche nach einem Tatmotiv und das Leben sowohl in der Trabantenstadt Espoo als auch in der Hauptstadt selbst. Das Leben in diesem Ballungsraum, der gemessen an mitteleuropäischen Maßstäben noch recht überschaubar ist, stellt sich so ganz anders dar, als in unserer idealisierten Vorstellung vom Finnland der tausend Seen. Daneben findet sie auch noch Platz und (Erzähl-)Zeit, die familiäre Situation ihrer Heldin (verheiratet und Mutter zweier Kinder) zu schildern. Wieder einmal gelingt es Leena Lehtolainen, sehr gekonnt verschiedene Handlungsstränge zueinander zu führen - und auch wieder auseinander. Auch wenn ihr Erzählschema regelmäßigen Lesern ihrer Romane mittlerweile bekannt ist, kommt keine Langeweile auf. Nur das Ende vermochte nicht zu überzeugen. Warum? Ich bitte Sie, bei einem Krimi wird das Ende doch nicht verraten! dt. Erstausgabe: 2007 - Kindler innerhalb des Rowohlt Verlages, Reinbek bei Hamburg fin. Originalausgabe Rivo satakieli: 2006 - Tammi, Helsinki aus dem Finnischen von Gabriele Schrey-Vasara