Literatur Pentti Kirstilä - Tage ohne Ende (Buchrezension von Frank Rehag, Januar 2008) Wie bereits im Vorgängerroman Nachtschatten beginnt die Geschichte auch hier in der Ich-Perspektive. Der Erzähler ist Antero Kartano, Buchhalter in einem Elektronikunternehmen. Er beschreibt die Planung eines Mordes an der Sekräterin Virpi Hiekkala, die im gleichen Unternehmen arbeitet. Die Tat soll in der Mittsommernacht geschehen und Kartano erfährt, dass Virpi zum Mittsommerfest in das Sommerhaus des Direktors Mitrunen eingeladen ist, wie auch einige andere Kollegen. An besagtem Tag wartet Kartano im Gebüsch liegend auf eine passende Gelegenheit, die Tat wie geplant durchzuführen. Als diese gerade gekommen ist, gibt es einen Schnitt in der Erzählung. - Kommissar Lauri Hanhivaara betritt die Szenerie. Er hat Urlaub und eigentlich möchte er am Mittsommerabend alleine zu Hause in der Stadt sein. Doch seine Freundin Maija Takala überredet ihn, mit ihr den Abend im Sommerhaus ihres Bruders zu verbringen. Dieses liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu jenem von Direktor Mitrunen. Bei einem nächtlichen Spaziergang stolpern Maija und Hanhivaara über eine Leiche: Antero Kartano. Statt des Urlaubs beginnen für Kommissar Hanhivaara nun die Ermittlungen. Kirstilä ist es erneut gelungen, die Charaktere der handelnden Personen und die Ermittlertätigkeiten der Kripo Tampere sehr überzeugend zu beschreiben. Hanhivaara erinnert in diesem Roman oftmals an den trotteligen und schrulligen Kommissar Columbo aus der gleichnamigen amerikanischen Fernsehserie. Immer wieder lässt Kirstilä auch ironische Kommentare in den Text einfließen, die von ihm, dem Autor, kommen - dies macht das Lesen der Lektüre sehr amüsant. Das Ende wird einen allerdings traurig stimmen. dt. Erstausgabe: 2004 - Grafit Verlag, Dortmund fin. Originalausgabe Jäähyväiset ilman kyyneleitä: 1978 - WSOY, Helsinki aus dem Finnischen von Gabriele Schrey-Vasara