Literatur Antti Tuuri - Loch im Himmel (Buchrezension von Frank Rehag, Juli 2008) Schätzungen zufolge verließen im 20. Jahrhundert etwa 200.000 Finnen ihre Heimat, um nach Kanada auszuwandern. Von ihnen kehrte ungefähr ein Drittel irgendwann nach Finnland zurück. Kanada lockte mit Arbeit, es wurde wesentlich mehr Lohn bezahlt und Kanada bot mit seinen weiten Wäldern und seinem Klima einen Lebensraum, der den Finnen vertraut war. Viele fanden Arbeit im Bergbau oder in der Forstwirtschaft. Und manche fanden auch ihr privates Glück, eine finnisch-indianische Ehe war keine Ausnahme. Auf diesen wahren Begebenheiten baut der Roman Loch im Himmel auf. Der Finne Pauli wandert nach Kanada aus, bereits seine Vorfahren haben sich dort als Ringer und fleißige Waldarbeiter einen Namen gemacht. Er bekommt Arbeit in einem Forstunternehmen, als Waldarbeiter soll er die Wälder kahl rasieren. Eine Freude für den gelernten Holzfäller. Im Arbeiterdorf beim Sägewerk ist er von Landsleuten umgeben, doch in der Kantine der Firma lernt er Rachel kennen, ein Mädchen aus dem naheliegenden Reservat der Cree-Indianer. Trotz aller Warnungen seiner Landsleute und eines Unfalls mit dem Harvester, bei dem er sich schwer verletzt - Pauli geht unbeirrt seinen Weg und wird am Ende bei einer Schwitzhüttenzeremonie in die Gemeinschaft der Indianer aufgenommen. Antti Tuuri ist mit Loch im Himmel  ein äußerst kurzweiliger und humoriger Roman gelungen, in dem die finnische Mentalität äußerst vergnüglich dargestellt wird. Lesenswert. dt. Erstausgabe: 2004 - BLT innerhalb der Verlagsgruppe Lübbe, Köln fin. Originalausgabe Aukko taivaassa: 2000 - Otava, Helsinki aus dem Finnischen von Angela Plöger