Literatur Taavi Soininvaara - Finnisches Inferno (Arto Ratamo-Reihe, Bd. 2) (Buchrezension von Birgit Arnold, Juli 2008) Ein Mann stürzt aus dem 27. Stockwerk seines Hotels. Bei seiner Leiche wird hochbrisantes Material über den Computercode ‘Inferno’, einem Datensicherungssystem eines finnischen Softwareunternehmens, gefunden. Wird dieser Code geknackt, droht der größte Bankraub der Geschichte. Die finnische Sicherheitspolizei, kurz SUPO, ermittelt unter Hochdruck, um den Super-Gau abzuwenden. Die Spuren führen schnell nach Helsinki, zur Filiale des chinesischen Geheimdienstes, zu “Swerdlowsk”, einer übermächtigen Mafia-Organisation und zu einer mysteriösen Quelle, dem “Hund”, der für die Preisgabe des Codes verantwortlich ist. Arto Ratamo, der seine Ausbildung zum Polizisten fast abgeschlossen hat, soll sich bei den Ermittlungen seine ersten Sporen verdienen. Doch sein ältester Freund, der IT-Spezialist Timo Aalto, gerät ins Fadenkreuz der Ermittler. Er bekommt erste Zweifel, ob es richtig war, zur Polizei zu wechseln. Auch seine Kollegen wittern bei ihm einen Anflug von Verrat. Im Gegensatz zu den bislang auf Deutsch veröffentlichten Krimis der Arto Ratamo-Reihe lässt dieser Band die Leser ratlos zurück. Der beliebte Ermittler taucht in der Handlung nur am Rande auf. Eher oberflächlich wird auf die einzelnen Charaktere eingegangen. Ebenso baut sich die Spannung, wenn überhaupt, leider erst im zweiten Teil auf. Das Ende ist dafür überraschend, dies kann quasi als Pluspunkt gewertet werden. Dennoch ist Finnisches Inferno leider ein eher mäßiger Durchschnittskrimi. dt. Erstausgabe: 2008 - Aufbau Verlagsgruppe, Berlin fin. Originalausgabe Inferno.fi: 2001 - Tammi, Helsinki aus dem Finnischen von Peter Uhlmann