Literatur Timo Parvela - Ella in der zweiten Klasse (Ella-Reihe, Bd. 2) (Buchrezension von Birgit Arnold, November 2008) Die lustigsten Sachen passieren immer in der Schule, davon ist die Zweitklässlerin Ella überzeugt. Wie schon im vorherigen Band Ella in der Schule gibt es auch hier drei Geschichten und es vergeht kein Schultag, an dem Ella und ihre Klassenkameraden den Klassenlehrer oder die Direktorin nicht an den Rand der Verzweiflung bringen. - Die erste Geschichte handelt von einer Schülerolympiade. Wie es der Zufall will, sind Ella und Pekka nach einer Klassen- und Schulausscheidung auserkoren, für ihre Schule daran teilzunehmen. Die Disziplinen sind Sackhüpfen, Kochen und Gedichte aufsagen. Bevor es zum großen Finale kommt, muss trainiert werden und der Klassenlehrer und die Schuldirektorin zeigen den beiden, wie Sackhüpfen richtig funktioniert. “Hohe Sprünge gehen weiter!”, ruft der Lehrer, “Niedrige sind besser!”, ruft die Direktorin, “Hohe sind besser!”, ruft der Lehrer und sie hüpfen dabei selber um die Wette. Auch das Training für die anderen Disziplinen verläuft nicht nach Wunsch und so läuft am Tag der Entscheidung alles ein wenig aus dem Ruder. - Bei allem Witz und ziemlich abgedrehter Ideen schlägt Timo Parvela mit einer anderen Geschichte auch ein ernstes Thema an: Mobbing und Gewalt. Damit werden Ella und ihre Klassenkameraden konfrontiert, als ‘Rambo’ in ihre Klasse kommt. Eigentlich heißt er Pertti, aber sie nennen ihn nur ‘Rambo’. Er schlägt dauernd irgendwen, nur Pekka bleibt merkwürdigerweise verschont. Alles nimmt eine Wendung, als Timo ein Gespräch zwischen der Direktorin und dem Klassenlehrer belauscht. Darin behauptet die Direktorin, dass Rambo kein Junge von diesem Planeten sei. Schon wittern die Kinder eine Verschwörung Außerirdischer. Nun gibt es kein Halten mehr, eine Lösung für dieses sehr ernste Problem muss her. In einer Krisensitzung besprechen sie das weitere Vorgehen. Wie die Geschichte ausgeht, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Wer schon beim ersten Ella-Band seine Lachmuskeln strapaziert hat, wird hier ebenfalls auf seine Kosten kommen. Ein besonderes Lob sollte an die beiden Übersetzerinnen gehen, denen es gelungen ist, den Humor und die unfreiwillige Komik auf gelungene Weise ins Deutsche zu übertragen. Die Geschichten von Ella machen Lust auf mehr. Für Kinder ab acht Jahren. dt. Erstausgabe: 2008 - Carl Hanser Verlag, München   enthält: Die Schülerolympiade - Der Rambo - Die Schulnacht fin. Originalausgabe Ella ja kaverit: 2006 - Tammi, Helsinki   enthält: Ella ja lopettaja (1998) - Ella ja Pate (1999) - Ella ja Pukari (2000) - Ella yökoulussa (2001) aus dem Finnischen von Anu und Nina Stohner, illustriert von Sabine Wilharm