Literatur Kaisa Happonen & Anne Vasko - Ein Bär namens Mur (Buchrezension von Birgit Arnold, Januar 2018) Eigentlich ist es längst Zeit für den Winterschlaf und die meisten Bären haben sich nach einem ausgiebigen Essen müde in die Höhle zurückgezogen. Doch Mur hat dazu keine Lust, weil er gar nicht müde ist. Allerdings ist es ziemlich langweilig, als einziger wach zu sein. Und wenn man statt zu schlafen nur die Augen zumacht, kann man auch nicht träumen. ‘Warum müssen alle Bären in diesem Wald Winterschlaf halten?’, fragt er sich ärgerlich. Plötzlich öffnet sich ein kleines Loch an der Höhlendecke und Mur sieht einen Stern funkeln. Er wartet keine Sekunde und gräbt sich einen Weg aus der Höhle ins Freie. Als er dort seine Tatze in den Schnee drückt, ist er stolz, ein Winterbär zu sein. Ein Bär namens Mur ist eine einfache und ruhige Erzählung über das Anderssein, in die sich viele Kinder sehr schnell hineinversetzen können. Sie ermutigt, einen eigenen Weg zu gehen und auch mal gegen den Strom zu schwimmen. Die Illustrationen von Anne Vasko unterstreichen Seite für Seite den Gemütszustand von Mur. Sie sind groß, bunt und an manchen Stellen auch verschmitzt. Zu diesem Buch gehört eine prämierte Mittmach-App, zu der es einen kostenlosen Zugang gibt. Leider funktionierte diese App bei mir trotz aktueller Android-Version (höher als die mindestens erforderliche Version 4.4) nicht, sie war mit keinem meiner Geräte (Smartphone und Tablet) kompatibel. Von daher ist es ratsam, die App beim Kauf des Buches auszuprobieren. Die Bewertungen hierzu sind grundsätzlich sehr positiv. Es handelt sich um eine interaktive und musikalische App, die Bilder im Buch können gescannt werden und eröffnen traumhafte Sequenzen in der Welt des Bären Mur. Für Kinder ab vier Jahren. dt. Erstausgabe: 2017 - Midas Verlag, Zürich fin. Originalausgabe Mur, eli karhu: 2016 - Tammi, Helsinki aus dem Finnischen von Claudia Koch App-Entwicklung: Step in Books